Prävention & Verhütung
Zu den weiteren Aufgaben der Beraterinnen gehört die Präventionsarbeit. Vor allem in Schulen, mit Schulklassen und Schülern verschiedenster Altersgruppen und Schulformen werden Informationsveranstaltungen durchgeführt.
In geschlechtsspezifischen oder gemischten Gruppen werden Themen wie Liebe, Partnerschaft, Sexualität und Verhütung offen angesprochen und Fragen beantwortet. Hilfestellungen und Informationsmaterialien werden den Kindern und Jugendlichen altersgerecht zur Verfügung gestellt.
Auch die Besichtigung der Beratungsstelle gehört zum Präventionsprogramm, da vor allem die Mädchen und Frauen die Scheu vor der Beratung verlieren sollen und donum vitae kennen, wenn Beratungsbedarf besteht.
Präventionsarbeit bedeutet für uns aber besonders, dass Jugendliche lernen so verantwortungsvoll mit ihrer Sexualität umgehen, dass sie gar nicht erst wegen einer ungewollten Schwangerschaft die Beratungsstelle aufsuchen müssen.
Seit dem Jahr 2008 arbeitet donum vitae auch mit Baby-Simulatoren, um in den Präventionsveranstaltungen als Projekt Mädchen zu zeigen, wie viel es bedeutet, mit einem Kind zu leben und dafür Verantwortung zu übernehmen.
Es besteht für Mädchen die Möglichkeit, diese Simulatoren, die von Größe, Aussehen und Gewicht einem Neugeborenen absolut gleich sind, für drei Tage zu betreuen. Neben der Versorgung des Kindes, das durch einen Chip gesteuert wird und kontrolliert wird (Wickeln, Flasche geben, Trösten), muss das „Kind auf Zeit“ in den Bus, in die Stadt, zum Einkaufen etc. mitgenommen werden.
Ausdrücklich sollen die jungen Frauen nicht abgeschreckt werden, in späteren Jahren eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen. Es soll aber gezeigt werden, welche Bedeutung und Verantwortung ein Kind mit sich bringt und damit ein Kind keine Ersatzbefriedigung oder –aufgabe statt Schule oder Ausbildung ist. Schul-, Ausbildungsabbruch oder drohende Arbeitslosigkeit werden nicht durch eine Schwangerschaft kompensiert. Die dauerhafte Verantwortung für ein Kind wird oft unterschätzt. |